Rechtssicherer Checkout: Die 5 gefährlichsten AGB- & Preis-Fallen für Händler
Management Summary: Der Checkout als Haftungs-Hotspot
Der Checkout ist die kritischste Phase der Customer Journey. Ein kleiner Fehler bei der Angabe von Lieferzeiten oder eine veraltete AGB-Klausel reicht 2026 aus, um automatisierten Abmahn-Crawlern ein Ziel zu bieten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Prozesse krisenfest machen und die Abmahn-Kostenfalle umgehen.
Der 30-Sekunden-Checkout-Audit
Prüfen Sie sofort Ihren Warenkorb auf diese drei "Killer-Fehler":
- Fehler 1: Steht in der Bestätigungsmail "Wir nehmen Ihren Auftrag an"? (Gefahr bei Preisfehlern!)
- Fehler 2: Erheben Sie Gebühren für PayPal oder Kreditkarte? (Surcharge-Verbot!)
- Fehler 3: Ist der Link zu den Versandkosten im gesamten Checkout permanent sichtbar?
Ergebnis: Ein einziges "Ja" bedeutet akuten Handlungsbedarf.
1. Versandkosten-Verschleierung: Die PAngV-Falle
Die Preisangabenverordnung (PAngV) fordert absolute Transparenz. Die Angabe „Versandkosten auf Anfrage“ ist im B2C-Bereich unzulässig. Kunden müssen vor Einleitung des Bestellvorgangs die exakten Kosten kennen. Bei Speditionsware muss eine klare Berechnungsgrundlage (z.B. nach PLZ-Zonen) hinterlegt sein.
2. AGB-Check: Zulässige vs. Unzulässige Klauseln

3. Der Vertragsschluss: Ihr Schutz vor Preisfehlern
Vermeiden Sie den automatischen Vertragsschluss bei Bestelleingang. Nutzen Sie folgendes Template für Ihre Eingangsbestätigung:
Diese E-Mail bestätigt lediglich den Eingang Ihrer Bestellung. Der Kaufvertrag kommt erst durch eine separate Auftragsbestätigung oder den Versand der Ware zustande.
4. Was kostet ein Fehler im Checkout wirklich?
| Streitwert (Durchschnitt): | ca. 15.000 € - 25.000 € |
| Gegnerische Anwaltsgebühren: | ca. 1.100 € |
| Gesamtrisiko pro Abmahnung: | ca. 2.500 € + |
5. Das Shopper Safety Schutzschild:
Wir lassen Sie im Falle einer Abmahnung nicht allein. Shopper Safety schützt Sie aktiv vor den finanziellen Folgen von Abmahnungen – mit einer Kostenübernahme für Rechtsanwalts-, Abmahn- und Gerichtskosten von bis zu 4.000 € jährlich, selbst bei Selbstverschulden. Inklusive des SafeBadge Gütesiegels und rechtssicherer Texte gewinnen Sie die Freiheit zurück, sich voll auf Ihr Wachstum zu konzentrieren.
6. Technische Umsetzung in Ihrem Shopsystem
Nutzen Sie die "Liquid"-Anpassung, um den Link zu den Versandkosten permanent unter dem Preis anzuzeigen.
Verwenden Sie Plugins für die "German Market" Anpassung für die rechtssichere Button-Lösung.
7. B2B vs. B2C: Unterschiedliche Regeln
Während der B2C-Checkout durch das Widerrufsrecht und die PAngV reguliert ist, können Sie im B2B-Bereich Netto-Preise anzeigen. Aber Achtung: Werden Verbraucher nicht rechtssicher ausgeschlossen, gelten automatisch die strengen B2C-Regeln!
Interdisziplinärer Hinweis: Ihr Checkout muss seit 2025 zudem barrierefrei sein. Erfahren Sie hier alles zum BFSG-Guide.
Der Shopper Safety Abmahn-Radar
- Preis-Klarheit: Endpreise inkl. MwSt. sind im Warenkorb final.
- Button-Lösung: Der Button heißt exakt "Zahlungspflichtig bestellen".
- Zahlarten: Keine Extragebühren für gängige Zahlungsarten.
Risiko-Level: HOCH – Sichern Sie sich jetzt ab.
Fazit: Prozess-Sicherheit ist Umsatz-Sicherheit
Ein rechtssicherer Checkout schützt Sie vor Abmahnungen und stärkt das Kundenvertrauen. Mit Shopper Safety sichern Sie diesen Prozess professionell ab und minimieren Ihr finanzielles Risiko auf null.
Erstellt von Shopper Safety Redaktion.
Experten-FAQ: Checkout & Verträge
Sind zusätzliche Gebühren für PayPal-Zahlungen erlaubt?
Nein. Das Surcharge-Verbot untersagt zusätzliche Gebühren für gängige Zahlungsarten im B2C-Handel.
Reicht ein Link zu den AGB im Footer?
Nein, der Kunde muss im Checkout-Prozess unmittelbar vor dem Kauf-Button die Möglichkeit haben, die AGB einzusehen.